Europäische Forschungsgemeinschaft Halitose e.V. Herne
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Europäische Forschungsgemeinschaft Halitose e.V. (EFH)
Schulstr. 26 / D-44623 Herne
Tel. 0 23 23 / 96 59 05
Fax 0 23 23 / 58 65 5
www.mundgeruch-herne.de
info@mundgeruch-herne.de
Therapiemodule

Systemische Keimreduzierung

Vorrangig im Rahmen der systemischen Therapie ist die Gabe von biologischen Heilmitteln. Nur wenn durch die Bakterien die Gefahr einer allgemeinen Gesundheitsschädigung für den Patienten besteht, sollte ein Antibiotika zum Einsatz kommen.

Lokale Keimreduzierung

Spüllösungen und Mundwasser
Spüllösungen zur Munddesinfektion (z.B. Chlorhexamed) sollten zeitlich befristet angewendet werden, da sonst die Gefahr von Zahnverfärbungen und Geschmacksbeeinträchtigungen besteht. Die Anwendung muss in jedem Fall mit dem Zahnarzt abgestimmt werden. Auch ob und welche Spülungen bzw. Mundwasser dauerhaft angewendet werden können, kann mit dem Zahnarzt besprochen werden.

Ölziehen
Als wirksame natürliche Entgiftungstherapie ist in der ganzheitlich orientierten Zahnheilkunde das Ölziehen seit langem bekannt. Auch bei Mundgeruch empfiehlt sich eine Ölziehkur. Durch den verstärkten Speichelfluss wird ein übersäuertes Mundmilieu wieder basisch. Das entzieht den schädlichen Mikroorganismen den Boden und fördert die Wiederherstellung naturgemäßer Verhältnisse im Mundraum. Verwendet werden sollte grundsätzlich kaltgepresstes Pflanzenöl. Tropfenweise Zusätze von Ölen mit therapeutischer Wirkung (z.B. Teebaum) verbessern den Geschmack und unterstützen die Wirkung.

Informationen zum Entgiften des Körpers mit Hilfe dieser Methode.
 Entgiften durch Ölsaugen (Download PDF/22KB)

Mechanische Keimreduzierung

Zungenreinigung
In anderen Kulturkreisen gehört die mechanische Reinigung der Zunge zur täglichen Mundhygiene. Gerade auf dem Zungengrund nisten sich nämlich zahlreiche Bakterien an. Die Zunge ist daher eine sehr häufige Ursache von Mundgeruch. Durch regelmäßige Zungenreinigung werden die bakteriellen Beläge entfernt und die unangenehme Geruchsbildung gemindert. Im Handel erhältlich sind verschiedene Arten von Zungenschabern und Zungenbürsten.

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Individualprophylaxe
Auch bei der akribischsten Pflege verbleiben im Mundraum Nischen, die mit häuslichen Hilfsmitteln nicht erreicht werden können. Dazu gehören beispielsweise Zahnfleischtaschen oder Kronenränder. Hier bilden sich bakterielle Beläge, die nicht nur die Zähne angreifen, sondern auch unangenehmen Geruch produzieren können. Daher sollten die Zähne in der Zahnarztpraxis regelmäßig einer professionellen Reinigung unterzogen werden.

Gute Mundhygiene
Zur Pflege der Zähne gehören nicht nur Zahnbürste und Zahnpasta, sondern auch Zahnseide oder Interdentalbürste. Denn 30 % des Mundraumes werden von der Zahnbürste nicht erreicht. Ohne Gegenmaßnahmen haben die Bakterien hier alle Möglichkeiten, sich ungehindert zu vermehren und üble Gerüche zu produzieren.

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Immunstabilisierung
Ein geschwächtes Immunsystem kann die Abwehr der schädlichen Bakterien nicht gewährleisten. Das bakterielle Gleichgewicht ist auf Dauer gestört; die geruchsbildenden Fäulnisbakterien gewinnen immer wieder schnell die Oberhand. Entscheidend für den Zustand des Abwehrsystems ist die Vitalstoffzufuhr. Selbst bei guter Ernährung kann es erforderlich sein, dem Körper Vitamine und Spurenelemente zusätzlich zuzuführen um die Körperabwehr zu stabilisieren. Auf dem Markt existieren verschiedene Präparate zur Immunstabilisierung.

Übersäuerungsausgleich
Auch ein saures Milieu kann eine Ursache für chronischen Mundgeruch sein. In diesem Fall ist eine Ernährungsanalyse, -beratung und -umstellung als systemische Maßnahme geeignet, eine Milieuänderung zu erreichen. Lokal kann eine solche Therapie durch die regelmäßige Verwendung von Luvos Ultra Heilerde unterstützt werden.

Hilfe bei der Bewältigung von negativen Einflüssen
Negative Lebenseinflüsse wie Rauchen oder erheblicher beruflicher bzw. privater Stress bedeuten nicht nur ein allgemeines Gesundheitsrisiko. Sie führen auch zu einer Schwächung der Immunabwehr und können damit eine Ursache für chronischen Mundgeruch sein. Die Menge und Qualität des Speichels wird verändert, was die Geruchsbildung fördert. Raucherentwöhnung und Stressbewältigungsprogramme stellen daher nicht selten begleitende Bausteine im Rahmen einer erfolgreichen Behandlung des Mundgeruchs dar.

Regelmäßige Erfolgskontrolle
Regelmäßige Halimeter-Kontrollmessungen in der Halitose-Praxis dokumentieren, ob und in welchem Maße die Therapie erfolgreich ist.

Transdisziplinäre Untersuchung und Behandlung
Stellt sich heraus, dass der Mundgeruch eine organische Ursache hat, ist die Weiterbehandlung durch einen Facharzt (Internist, HNO) bzw. einen entsprechend erfahrenen naturheilkundlich tätigen Therapeuten anzuraten.